Trutzburg im Vorderberg Bauaufsichtsbehörde hat keine andere Wahl, als die Abrissverfügung umzusetzen
„Auch wenn das Erscheinungsbild der Trutzburg imposant und beeindruckend auf die Scharen von Besucher wirkt und viele Heppenheimer das Bauwerk schon als weiteren touristischen Puplikumsmagnet an der vorderen Bergstraße sehen, gibt es keine Alternative: Der illegal errichtete Bau muss abgerissen werden“, so der Parteivorsitzende der CDU Heppenheim, Jürgen Semmler.
Kein bürgernahes und kundenfreundliches Verwaltungshandeln der Bauaufsichtsbehörde und auch keine großzügige Interpretation eines Ermessenspielraums im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten lassen eine nachträgliche Genehmigung oder Duldung für die Trutzburg zu. Wer wissentlich - ohne Genehmigung - ein Bauwerk errichtet, handelt vorsätzlich und kann nicht im Nachhinein mit Verständnis oder Amnestie der Behörden rechnen. Der Bauherr muss daher mit allen Konsequenzen für sein Handeln und auch den daraus entstehenden Schaden einstehen. Auf welcher Grundlage sollte eine Legalisierung für den Schwarzbau fußen, der weder mit dem Baugestzbuch noch der Hessischen Bauordnung im Einklang steht? Wo sollen zukünftig die Grenzen von Entscheidungen gezogen werden, wenn mit einer nachträglichen Absegnung ein Präzedenzfall geschaffen wird? Aber auch die Fürsprecher der Burganlage müssen sich der Frage stellen, ob sie für ein Bauwerk ohne Tragwerksplanung die Verantwortung übernehmen, das offensichtlich auch schon mit gravierenden Baumangeln behaftet ist.
„Da die bauaufsichtlichen Regelwerke keine nachträgliche Genehmigung zulassen und von der Standsicherheit der Burganlage eine latente Gefahr auszugehen scheint, hat die Bauaufsichtsbehörde und Dezernent Schimpf keine andere Wahl: Die Trutzburg muss leider der Baggerschaufel zum Opfer fallen“, so der Vorsitzende der CDU Heppenheim, Jürgen Semmler. |