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| 28.11.2011, 19:12 Uhr | Starkenburger Echo; Jürgen Reinhardt
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Weiter mit Jürgen Semmler CDU-Stadtverband: Vorsitzender mit deutlichem Ergebnis wiedergewählt – Susanne Benyr neue Schatzmeisterin

Der neue CDU-Vorstand: Reinhard Raimund, Gerhard Kasper, Carola Schellhorn-Stöber, Gunter Bistritschan, Franziska Gösch, Steffen Gugenberger, Vorsitzender Jürgen Semmler, Hermann Müller, Mechthild Ludwig, Susanne Benyr und Isar Serdani (von links) nach der Wahl in der Heppenheimer Gaststätte „Am Stadtgraben“. Foto: Karl-Heinz Köppner
HEPPENHEIM.
Jürgen Semmler wird den Stadtverband der Heppenheimer CDU auch in den kommenden zwei Jahren führen. In der Versammlung am Freitagabend in der Gaststätte „Am Graben“ stimmten in geheimer Wahl 55 von 60 anwesenden Mitgliedern für Semmler, der dem Stadtverband seit zwei Jahren vorsteht. In ihren Ämtern als stellvertretende Vorsitzende wurden auch Mechthild Ludwig (53 Ja-Stimmen) und Steffen Gugenberger (55) bestätigt. Schriftführer bleibt Hermann Müller (54), neue Schatzmeisterin ist Susanne Benyr (56). Nach der Wahl des Vorsitzenden hatten sich noch jeweils 59 Mitglieder an den Wahlgängen beteiligt. Als Beisitzer komplettieren Gunter Bistritschan, Franziska Gösch, Gerhard Kasper, Reinhard Raimund, Carola Schellhorn-Stöber und Isar Serdani zur Verfügung. Geleitet wurde die Wahl von Gottfried Schneider, Fraktionschef der CDU im Bergsträßer Kreistag.
Jürgen Semmler, in zweiter Funktion auch Fraktionschef in der Stadtverordnetenversammlung, lieferte den Parteifreunden gleich zwei Berichte ab. Wobei der als Stadtverbandsvorsitzender sich vor allem mit der Kommunalwahl und der Bürgermeisterwahl beschäftigte. Niemand, so Semmler, habe einen Erfolg erwartet, und trotzdem habe die Heppenheimer CDU es geschafft, die Anzahl ihrer Mandate im Stadtparlament zu halten und Rainer Burelbach als Bürgermeister durchzusetzen. In den zurückliegenden zwei Jahren sei es gelungen, das Misstrauen bei den Bürgern abzubauen und aufgerissene Gräben zu schließen.
Semmler äußerte sein Bedauern darüber, dass „nicht alle den Weg mit uns gehen wollten“, einige junge, aber auch ältere Parteifreunde hätten sich abgewandt. Eine Reaktion, die er verstehen könne. Trotzdem erwarte er Akzeptanz für eine Herangehensweise, die durch den Erfolg bestätigt worden sei. Auf die Partei kämen in den nächsten Jahren „noch schwere Bewährungsproben“ zu, „und auch ich muss über meine Rolle nachdenken, bevor andere es für mich tun.“ Schwerpunkt der kommenden Arbeit werde es sein, die Partei zu verjüngen – wie andere Parteien auch leide man unter Überalterung. Deutlich sei geworden, dass die Arbeit in der Kernstadt intensiviert werden müsse – während man in den Stadtteilen sehr gut aufgestellt und erfolgreich sei.
In seinem Fraktionsbericht ging Semmler unter anderem auf die Personaldiskussion nach der Kommunalwahl ein. Er habe sich nicht nach dem Fraktionsvorsitz gedrängt, „ich war mit dem Parteivorsitz gut ausgelastet.“ Gespräche unter anderem mit dem früheren Fraktionschef Hans-Peter Falter hätten jedoch zu keinem Ergebnis geführt, das eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Fraktion und Parteiführung ermöglicht hätte. Auch Willi Guthier habe den Fraktionsvorsitz nicht übernehmen wollen, sodass er selber den Posten übernommen habe – mit der Folge, dass Falter und dessen Nichte Simone Dörfler die CDU-Fraktion verlassen hatten.
Thema des Fraktionsberichtes war natürlich auch die Koalition mit FDP und FWHPINI, die im Spätsommer zustande gekommen war und für eine stabile Mehrheit im Stadtparlament und damit für den neuen Bürgermeister sorgen soll. Eine Koalition mit zwei ehrenamtlich tätigen Dezernenten zur Unterstützung des Bürgermeisters, die, so Semmler, inzwischen „recht gut funktioniert.“ Kritik, die vor allem aus der SPD im Zusammenhang mit dem Haushaltsentwurf 2012 geäußert wird, wies Semmler zurück: Die Koalition agiere keineswegs familienunfreundlich, trotz geplanter Gebührenerhöhungen würden alle sozialen Einrichtungen erhalten.
Rosel Koberg, Kreisvorsitzende des Bundes der Vertriebenen (BdV) und Mitglied der Heppenheimer CDU, wies unter dem Punkt „Verschiedenes“ auf die der CDU angegliederte „Union der Vertriebenen“ hin, für die sie sich auch in der Kreisstadt mehr Unterstützung erhofft. Und dies nicht zuletzt von der jüngeren Generation, auf die auch der Rest der Partei hofft.
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